Bürostuhl bei Bandscheibenvorfall

Nach einem Bandscheibenvorfall brauchen Sie einen orthopädischen Bürostuhl, der Ihre Bandscheiben entlastet. Man bezeichnet ihn daher auch als Bandscheibenstuhl. Er hilft Ihnen dabei, eine ergonomische und bandscheibengerechte Sitzhaltung einzunehmen.

Inhaltsverzeichnis

1. Die besten Bandscheibenstühle
2. Eigenschaften eines orthopädischen Bürostuhls
3. Wie ein Bandscheibenvorfall entsteht
4. So sitzen Sie bandscheibengerecht und ergonomisch

1. Die besten Bandscheibenstühle

Bürostuhl BandscheibenvorfallTopstar Open Art

Bürostuhl mit höhenverstellbarer Lordosenstütze und 3D-Sitzfläche:

  • Kopfstütze: mehrfach verstellbar
  • Lordosenstütze: höhenverstellbar
  • 3D-Sitz: dreidimensional beweglich
  • Synchronmechanik: gesund sitzen
  • Qualität: in Deutschland hergestellt
  • Rollen: drehen nur bei Belastung
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Der Bürostuhl im Überblick

In Deutschland produziert

Topstar ist ein deutsches Unternehmen, das in Deutschland produziert. Der Bürostuhl trägt das GS-Logo für geprüfte Sicherheit und erfüllt alle nationalen und internationalen Sicherheitsanforderungen. Er eignet sich für zuhause und gewerblich im Büro.

Mit Synchronmechanik

Die Synchronmechanik sorgt für ausreichend Bewegung beim Sitzen. Der Gegendruck der Rückenlehne kann individuell an das Körpergewicht angepasst werden. Die Lehne lässt sich auch feststellen, wenn Sie nicht wippen wollen.

Mit Lordosenstütze

Der untere Rücken wird durch die integrierte Lordosenstütze stabilisiert. Sie ist in der Höhe verstellbar und kann damit individuell an die Körpergröße angepasst werden. Sie sitzen ergonomisch korrekt und entlasten die Bandscheiben.

Mit Kopfstütze

Die Kopfstütze ist um 8 cm in der Höhe verstellbar und für verschiedene Körpergrößen geeignet. Sie lässt sich nach oben und unten neigen, wie es für Sie am bequemsten ist.

Komfortabler Sitz

Der Sitz ist stufenlos um 9 cm in der Höhe verstellbar und kann dreidimensional in alle Richtungen bewegt werden. Die Vorderkante ist weich abgerundet, um den Blutfluss in den Beinen zu fördern. Die Armlehnen sind in der Höhe und in der Tiefe verstellbar.

Sicherheitsrollen

Die Rollen sind sicherheitsgebremst und drehen sich nur dann, wenn der Stuhl belastet wird. Er kann daher beim Hinsetzen nicht versehentlich verrutschen.


Ergonomischer/ orthopädischer Bürostuhl BandscheibenvorfallHarastuhl

ISO-geprüft und international patentierter Bürostuhl mit geteilter Rückenlehne:

  • Lehne: entlastet die Bandscheiben
  • Reduziert Druck: Rücken, Gesäß
  • Gesund: verbessert Durchblutung
  • Kopfstütze: entlastet den Nacken
  • Belastbar: trägt Gewicht bis 120 kg
  • Herstellergarantie: über 2 Jahre
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Der Bürostuhl im Überblick

Geprüfte Qualität

Der Bürostuhl ist nach ISO Norm 9001 und 14001 geprüft und zertifiziert. Er sorgt für eine optimale Gewichtsverteilung und reduziert damit den Druck auf den Rücken, das Becken und das Gesäß. Die Bandscheiben werden entlastet und die Durchblutung verbessert sich. Der Sitzmechanismus ist international patentiert.

Ergonomischer Sitz

Der Sitz ist 50 x 50 cm groß und stufenlos zwischen 43 – 60 cm höhenverstellbar. Damit eignet er sich sowohl für Frauen als auch für Männer. Die Gesamthöhe variiert zwischen 111 – 123 cm. Der Bezug des Sitzes und der Rückenlehne besteht aus atmungsaktivem Polyester. Er ist sehr robust und wahlweise in schwarz oder orange erhältlich.

Hohe Stabilität

Der Bürostuhl trägt ein Körpergewicht bis zu 120 kg. Dank des verchromten Fußkreuzes und des Eigengewichts von 27 kg steht er sehr stabil. Der Bürostuhl kann täglich 8 – 12 Stunden genutzt werden, dies ist außerordentlich lang. Wenn Sie bei Amazon bestellen, erhalten Sie eine Gewährleistungs-Garantie über 2 Jahre.

Sicherheitsrollen

Die Rollen sind lastabhängig gebremst, das heißt sie drehen sich nur dann, wenn der Bürostuhl belastet wird. Er kann damit nicht versehentlich verrutschen. Die Rollen sind für harte Böden wie Holz oder Fliesen sowie für kurzflorige Teppiche geeignet.

2. Eigenschaften eines orthopädischen Bürostuhls

Ein orthopädischer Bürostuhl hat viele Einstellungsmöglichkeiten, um ihn optimal an den eigenen Körper anzupassen. Er sorgt für eine aufrechte Körperhaltung und entlastet die empfindlichen Bandscheiben. Achten Sie beim Kauf auf die folgenden Merkmale:

  • Lordosenstütze: Ein Bandscheibenvorfall tritt am häufigsten im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) auf. Dementsprechend ist es wichtig, dass der untere Rücken besonders gut entlastet wird. Die Rückenlehne muss eine Lordosenstütze vorweisen, die in der Höhe verstellbar ist, optional auch in der Tiefe. Der Rücken muss permanent Kontakt zur Lehne haben, um Fehlhaltungen und Verkrampfungen vorzubeugen.
  • Synchronmechanik: Beim Anlehnen müssen sich die Lehne und der Sitz im Verhältnis 3:1 oder 2:1 nach hinten neigen. Der Winkel zwischen dem Ober- und Unterkörper vergrößert sich, sodass die Muskeln abwechselnd belastet werden. Sie vermeiden eine starre Sitzhaltung und reduzieren das Risiko eines Bandscheibenvorfalls. Bei einer Wippfunktion bleibt der Winkel hingegen immer bei 90°.
  • Sitz: Die Sitzfläche sollte dreidimensional in alle Richtungen beweglich sein, damit die Bandscheiben immer in Bewegung bleiben. Praktisch ist auch eine Tiefenfederung, um Stauchungen der Wirbelsäule zu vermeiden. Der Sitz muss in der Höhe verstellbar sein, optional auch in der Tiefe und Neigung.
  • Kopfstütze: Wenn Sie einen Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule (HWS) hatten, ist eine Kopf-/ bzw. Nackenstütze Pflicht. Sie können den Kopf entspannt ablegen und entlasten die Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur. Die Kopfstütze sollte in der Höhe und im Winkel verstellbar sein. Auch für große Menschen ist eine Kopfstütze geeignet.

Ein Bandscheibenstuhl unterstützt den natürlichen Bewegungsdrang des Menschen, indem er häufige Haltungswechsel beim Sitzen fördert (= dynamisches sitzen). Sie verhindern damit Verspannungen und Haltungsschäden aufgrund einer einseitigen Sitzhaltung.

Sie beugen einen Bandscheibenvorfall vor beziehungsweise lindern vorhandene Schmerzen. Gleichzeitig wird die Rückenmuskulatur trainiert und der Stoffwechsel angeregt. Die Muskeln werden besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.

So erhalten Sie einen Kostenzuschuss

Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, ob Sie einen Kostenzuschuss für einen ergonomischen oder orthopädischen Bürostuhl erhalten können. Lesen Sie hierfür diesen Leitfaden, wie Sie einen Zuschuss von der Krankenkasse erhalten.

Von der Deutschen Rentenversicherung erhalten Sie seit dem 31.03.2019 leider keinen Kostenzuschuss mehr. Bis dahin wurde ein Zuschuss bis 435 € gewährt.

Ihr Arbeitgeber ist gesetzlich dazu verpflichtet, Ihnen einen ergonomischen (!) Bürostuhl zur Verfügung zu stellen. Ein orthopädischer Bürostuhl, der meist teurer ist, muss nicht angeschafft werden. Dennoch lohnt es sich, nach einer Finanzierung zu fragen.

Bandscheibenstuhl absetzenTipp: Sie können Ihren Bürostuhl von der Steuer absetzen. Als Privatperson deklarieren Sie die Anschaffung als „außergewöhnliche Belastung“.

Als Unternehmer setzen Sie den orthopädischen Bürostuhl als „Werbungskosten“ ab (Abschreibung eines Bürostuhls).

3. Wie ein Bandscheibenvorfall entsteht

Menschen verbringen durchschnittlich rund 80.000 Stunden in ihrem Leben im Büro (BAuA). Aufgrund der meist starren Körperhaltung werden bestimmte Muskeln überlastet, andere zu selten beansprucht (DGUV). Bandscheibenvorfälle sind daher eine der häufigsten Ursachen für krankheitsbedingten Arbeitsausfall in Deutschland (DAK).

Bürostuhl Bandscheibenvorfall Lendenwirbelsäule (LWS)Lendenwirbelsäule (LWS)

Im Stehen und im Sitzen ist die Belastung der Bandscheiben am größten. Das Becken dreht sich nach hinten, sodass die Wirbelsäule unnatürlich gekrümmt wird.

Wer häufig nach vorne gebeugt sitzt, neigt zu einem Rundrücken. Ist der Bürostuhl falsch eingestellt, kann es auch zu einem Hohlkreuz kommen. Beides belastet die Bandscheiben der Lendenwirbelsäule.

Halswirbelsäule (HWS)

Ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule ist seltener als im Lendenwirbelbereich. Er entsteht, wenn man über einen längeren Zeitraum eine verdrehte Sitzhaltung einnimmt und sich zu selten bewegt. Dies können häufige Telefonate sein oder wenn der Bildschirm falsch eingestellt ist. Begleiterscheinungen sind Hals-, Nacken- und Schulterverspannungen.

So funktionieren die Bandscheiben

Bürostuhl Wirbelsäule Bandscheiben23 Bandscheiben

Die Wirbelsäule besteht aus insgesamt 33 Wirbeln. Zwischen 24 Wirbeln befinden sich 23 Bandscheiben, die für die Beweglichkeit der Wirbelsäule sorgen und Stöße abfedern. Die gallertartige Masse im Inneren ist durch Faserknorpel umschlossen.

Risse bei Überlastung

Werden die Bandscheiben unter großem Druck zusammengepresst, entstehen Risse im Faserknorpel-Ring, sodass der gallertartige Kern nach außen dringt. Die Bandscheiben drücken auf die Nervenbahnen, die sich entzünden können.

Starke Schmerzen

Die Folge sind Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle und Lähmungserscheinungen. Die Bandscheiben müssen immer in Bewegung bleiben. Nur dann werden sie ausreichend mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt werden.

4. So sitzen Sie bandscheibengerecht und ergonomisch

Ein falsch eingestellter Bürostuhl kann einen Bandscheibenvorfall begünstigen. Daher ist es wichtig, ihn auf die eigenen körperlichen Bedürfnisse anzupassen:

  1. Hinsetzen: Rutschen Sie mit dem Gesäß bis an die Rückenlehne heran.
  2. Sitzhöhe: Stelle Sie den Sitz so ein, dass der Winkel im Kniegelenk 90° beträgt.
  3. Sitztiefe: Der Abstand zwischen den Kniekehlen und dem Sitz beträgt 2-3 cm.
  4. Armlehnen: Der Winkel zwischen den Ober- und Unterarmen beträgt 90°.
  5. Rückenlehne: Der Gegendruck der Lehne darf nicht zu hart und nicht zu weich sein.
  6. Tischhöhe: Die Schreibtischplatte schließt auf Höhe der Armlehnen ab.
  7. Bildschirm: Dieser steht ca. 60 cm von Ihnen entfernt, Sie blicken leicht nach unten.

Die Umstellung auf eine ergonomische Sitzhaltung kann anfangs ungewohnt sein und zu Muskelkater führen. Nach einer Eingewöhnungsphase fällt es Ihnen umso leichter, aufrecht und bandscheibengerecht zu sitzen. Grundsätzlich gilt, dass Sie so wenig wie möglich sitzen sollten. Arbeiten Sie abwechselnd im Stehen und machen Sie regelmäßige Pausen.

Passendes Zubehör
  • Orthopädisches Sitzkissen zur Bandscheibenentlastung: Der Memory-Schaum im Inneren des Sitzkissens passt sich dem Körper ergonomisch an. Damit sorgt es für eine gleichmäßige Gewichtsverteilung und eine Entlastung der Bandscheiben.
  • Lordosekissen/ Lendenkissen: Wenn Ihr Bürostuhl keine ergonomische Lehne hat, können Sie eine Rückenstütze am Stuhl befestigen. Diese bildet die natürliche S-Form der Wirbelsäule nach und ermöglicht eine gesunde Sitzhaltung.
  • Fußstütze: Wenn Ihre Füße frei in der Luft hängen oder nur die Zehenspitzen den Fußboden berühren, brauchen Sie eine Fußablage. Das Gewicht wird gleichmäßig verteilt und die Bandscheiben werden deutlich weniger belastet.
  • Keilkissen: Ein Keilkissen eignet sich für flache Sitzflächen. Das Becken wird leicht gekippt, sodass Sie eine aufrechte Körperhaltung einnehmen.
  • Sitzerhöhung im Auto: Wenn Sie im Auto Probleme haben, dauerhaft aufrecht zu sitzen, kann Ihnen ein Sitzkissen dabei helfen. Dank der Memory-Funktion werden Stöße während der Fahrt abgefedert und Ihre Bandscheiben entlastet.

Was können Sie noch nach einem Bandscheibenvorfall tun?

  • Behandlung: Nach einem Bandscheibenvorfall werden Sie ärztlich behandelt und meist zur Physiotherapie oder Krankengymnastik überwiesen. Grundsätzlich gilt auch eine Schonung des Rückens, damit sich der Bandscheibenvorfall zurückbilden kann. Im schlimmsten Fall wird eine Operation notwendig.
  • Rückenschule: Grundsätzlich immer eine gute Sache, falsche Bewegungsmuster im Alltag durch rückengerechte Bewegungen zu ersetzen.
  • Bewegung: Spaziergänge sind eine sanfte Möglichkeit, den Körper in Bewegung zu halten, ihn dabei aber nicht zu überlasten.
  • Matratze: Investieren Sie in eine hochwertige Matratze. Lassen Sie sich professionell beraten und liegen Sie verschiedene Modelle zur Probe. Die Wirbelsäule muss nachts möglichst gerade liegen, damit sich die Bandscheiben erholen können.

Viele hilfreiche Informationen zum Thema Bandscheibenvorfall und dessen Behandlung finden Sie im Artikel der Apotheken-Umschau und auf Netdoktor.de.

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