Bürostuhl auf Parkett und Laminat

Bürostuhl auf ParkettParkett ist optisch einer der schönsten Fußbodenbeläge, allerdings auch einer der empfindlichsten, gefolgt von Laminat.

Umso wichtiger ist die Verwendung von Hartbodenrollen am Bürostuhl, um Kratzer und schwarze Streifen zu vermeiden. Zusätzlich empfehlen wir Ihnen eine Schutzmatte zum drunterlegen.

Hartbodenrollen

Für harte Fußböden wie Parkett, Laminat, Fliesen oder Vinylboden brauchen Sie Hartbodenrollen. Diese besitzen eine gummierte Ummantelung und geben bei Druck nach. Kleine Krümel auf dem Boden werden so nicht in den Untergrund hineingedrückt. Durch die weiche Gummierung rutscht der Bürostuhl auf glatten Oberflächen nicht weg. Außerdem werden Rollgeräusche reduziert, sodass sich der Bürostuhl sanft und leise fortbewegt.

Bürostuhlrollen für Parkett

XeloTech

Die hochbelastbaren Stuhlrollen mit Gummi-Ummantelung sind für alle Hartböden geeignet:

  • Qualität: langlebig und robust
  • Leise: geräuschlos und laufruhig
  • Einfache Installation: nur 1 Minute
  • 5er Set: einfach anstecken – fertig
  • Zufriedenheitsgarantie: 3 Jahre
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Beim Kauf neuer Bürostühle erhält man meist Weichbodenrollen aus Kunststoff, die eher für Teppiche geeignet sind. Man erkennt sie an der schwarzen Ummantelung, die aufgrund der fehlenden Gummierung sehr fest ist. Diese Rollen sind für Parkett und Laminat ungeeignet, da sie bei Unebenheiten nicht nachgeben und viel Druck auf den Fußboden ausüben.

Achten Sie also bereits bei der Bestellung darauf, welche Bürostuhlrollen mitgeliefert werden. Für rund 30 € erhalten Sie geeignete Gummirollen, die Ihren Fußboden schonen. Diese Investition lohnt sich in jedem Fall, rechnet man einmal dagegen, was die Reparatur von Kratzern im Parkett oder Laminat kostet. Sie sollten dabei auch auf die Breite des Stifts achten, dieser kann 10 mm oder 11 mm breit sein. Messen Sie gegebenenfalls nach.

So wechseln Sie die Rollen
Die meisten Rollen sind ohne Schraubverbindung im Fußkreuz eingesteckt. Sie können ohne große Kraftanstrengung herausgezogen werden. Der Austausch ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten:

  1. Legen Sie den Bürostuhl auf die Seite, damit Sie gut an die Räder herankommen.
  2. Halten Sie mit der einen Hand das Fußkreuz fest und ziehen Sie die 5 Rollen mit der anderen Hand nacheinander ab.
  3. Stecken Sie die neuen Parkettrollen auf – fertig!

Schutzmatte

Die effektivste Methode zur Vermeidung von Kratzern ist die Verwendung einer Matte als Parkettschutz, die unter den Bürostuhl gelegt wird. Sie kostet ja nach Größe nur 20-30 € und schützt auch empfindliche Böden optimal. Umso größer der Arbeitsplatz ist, desto größer sollte auch die Unterlage sein, damit Sie sich auch am Arbeitsplatz fortbewegen können.

Parkett Bürostuhl SchutzmatteFloordirekt PRO

Die Schutzmatte ist perfekt für harte Böden wie Parkett und Laminat geeignet:

  • Auswahl: 16 verschiedene Größen
  • Geprüft: vom TÜV-Rheinland
  • Transparent: optisch hochwertig
  • Schalldämpfend: leise rollen
  • Material: aus 100% Polycarbornat
  • Umweltverträglich: recycelbar
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Die Bürostuhlunterlage sollte mindestens 2 mm dick sein und aus Polycarbonat bestehen. Das Material ist schwerer und liegt damit flacher auf dem Boden auf, sodass weniger Staub und Schmutz darunter gelangt. Trotzdem sollten Sie regelmäßig die Matte anheben und vorhandenen Schmutz entfernen, bevor dieser den Boden beschädigt.

Richten Sie die Matte so aus, dass Sie genug Platz zum rollen haben. Sie gleicht Unebenheiten aus, sodass Sie sanft gleiten. Außerdem werden Rollgeräusche gedämpft.

Stuhlgleiter

Hat Ihr Bürostuhl statt Rollen Stuhlbeine, können Sie selbstklebende Stuhlgleiter aus Filz anbringen. Sie können Stühle damit ohne Kraftaufwand und Quietschgeräusche verrücken. Wir empfehlen Ihnen diese Stuhlgleiter. Es gibt sie in allen Formen und Farben, sodass Sie sie auch für andere Möbel verwenden können. Sie sind unscheinbar, haben aber eine große Wirkung und machen sich bei teurem Parkett oder Laminat sofort bezahlt.

Weitere Tipps, um Schäden vorzubeugen
  • Verwenden Sie Teppiche oder Läufer unter dem Bürostuhl.
  • Haben Sie Haustiere? Halten Sie die Krallen kurz, damit keine Kratzer entstehen.
  • Halten Sie die Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer konstant bei 50 – 60 %. So vermeiden Sie Verformungen und Risse im Parkett bzw. Laminat.
  • Entfernen Sie Fussel und Schmutz aus den Rollen Ihres Bürostuhls, besonders wenn dieser schon quietscht.

So behandeln Sie Kratzer im Parkett

Umso weicher der Boden, desto tiefer sinkt der Bürostuhl in den Boden ein. Bei ruckartigen Bewegungen und schlechten Rollen zerkratzen Parkett und Laminat sehr schnell.

ParkettbodenEntscheidend ist, wie groß der Schaden ist. Eingedrückte Holzfasern lassen sich nicht ausbeulen. Die Behandlung ist vom Einzelfall abhängig:

  • Kleine Kratzer beseitigen Sie mit etwas Politur, Wachs oder Öl.
  • Größere Kerben füllen Sie mit Wachs auf und versiegeln diese mit einem Klarlackstift.

Bei sehr großen Beschädigungen kommt man nicht umher, das gesamte Parkett oder Laminat zu reparieren. Bei Parkett wird die Oberfläche auf das Niveau der tiefsten Kerbe abgeschliffen, anschließend geölt und versiegelt. Besonders wichtig ist die Versiegelung, damit kein Wasser eindringen kann und das Holz zum Quellen bringt.

Lassen Sie aufwendige Arbeiten von einem Fachbetrieb durchführen. Hier erhalten Sie weitere Tipps, wie Sie Kratzer im Parkett entfernen und Parkett reparieren.

Parkett und Laminat reinigen

Parkett und Laminat sind leicht zu reinigen. Beim Staubsaugen sollten Sie einen geeigneten Aufsatz verwenden, damit das Holz nicht zerkratzt. Wischen Sie den Boden mit weichen Mikrofasertüchern und verwenden Sie nur wenig Wasser. Holz ist anfällig für Feuchtigkeit und kann beschädigt werden, wenn Wasser darin eindringt.

LaminatAuf Putzmittel wie z.B. Scheuermilch sollten Sie gänzlich verzichten. Diese rauen den Boden auf und zerstören die Versiegelung. Parkett sollte in regelmäßigen Abständen abgeschliffen und geölt werden. Weitere Pflege-Tipps finden Sie hier.

Zahlt der Mieter oder der Vermieter einen Schaden?

Bei Wohnungsübergaben kommt es häufig zum Streit zwischen Mieter und Vermieter, wenn sich Kratzer im Parkett oder Laminat befinden. Entscheidend ist hierbei, ob es sich um Abnutzungen handelt, die über das gewöhnliche Maß hinaus gehen.

Bürostuhl Parkett Schaden reparierenKleinere Gebrauchsspuren sind nach mehreren Jahren normal und werden in der Regel beim Auszug auch nicht angemahnt. Der Vermieter muss das Parkett ohnehin alle 10 – 15 Jahre abschleifen und renovieren.

Anders sieht es aus, wenn jemand den Laminat- oder Parkettboden übermäßig beansprucht hat, zum Beispiel wenn er jahrelang von zuhause aus gearbeitet hat und Verschleißerscheinungen erkennbar sind. In diesem Fall kann dem Mieter vorgeworfen werden, dass er das Eigentum des Vermieters beschädigt hat.

Ob es sich um einen unsachgemäßen Gebrauch handelt und wer den Schaden reparieren muss, wird fallweise entschieden. Wird ein Schadenersatz fällig, muss der Vermieter eine Neu-für-Alt Rechnung durchführen. Der Mieter sollte die Schadenersatzforderung der Haftpflichtversicherung mitteilen. Diese überprüft, ob der Anspruch gerechtfertigt ist und übernimmt in manchen Fällen die Kosten, abhängig von den Versicherungsbedingungen.

In den meisten Fällen einigen sich Mieter und Vermieter in der Mitte, sodass beide einen Teil der Kosten tragen. Die entsprechende Höhe wird von der Mietkaution einbehalten und zur Finanzierung der Renovierungsarbeiten verwenden. Zu einer Klage des Vermieters kommt es daher nur in den allerseltensten Fällen.

Bei gewerblichen Flächen

Gewerblich genutzte Böden sind hohen Beanspruchungen ausgesetzt, daher kommen hier Holzböden wie Parkett und Laminat nur selten zum Einsatz. Bürostühle würden den Boden sehr schnell zerkratzen, daher kommt meist Linoleum oder Vinyl zum Einsatz. Beides ist sehr pflegeleicht und hat eine hohe Lebensdauer. Gewerbefläche können beim Auszug auch abgenutzt übergeben werden.

Wenn Sie Laminat verwenden wollen, achten Sie auf die Abrieb- bzw. Nutzungsklassen, hier finden Sie eine Übersicht. Für Gewerbe sollte das Laminat mindestens die Nutzungsklasse 31 besitzen, bei sehr intensiver Beanspruchen 32 oder 33. Wenn viele Bürostühle genutzt werden, empfehlen wir die höchste Nutzungsklasse.

Laminat verlegenWenn Sie das Laminat verlegen, achten Sie darauf, dass keine Hohlräume entstehen und alles passgenau verlegt ist.

Ist das Laminat nicht korrekt verlegt, kann es sich verschieben, wenn man mit dem Bürostuhl drüber rollt. Die Oberfläche ist gleichmäßig flach.

Bürostuhl auf Parkett und Laminat
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